Zur diesjährigen Weinprämierung Ende September wurden von 28 Winzerinnen und Winzern 63 Weine eingereicht. Davon sind 50 aus dem Kanton Luzern, 6 aus Uri, je 3 aus Zug und Schwyz und einer aus Obwalden. Nominiert wurden schliesslich 15 Weine von 12 Zentralschweizer Weinproduzenten, bis auf einen alles Luzerner.
Ein Profipanel unter der Leitung von Ivan Barbic, Master of Wine, habe diese ausgewählt, heisst es in der Medienmitteilung des Kantons. Anschliessend degustierte und bewertete eine Jury aus Politik und der Weinszene und kürte die fünf Kategoriensieger.
Steigende Bekanntheit
Herausgestochen habe die einheitlich hohe Qualität bei den Rotweinen, alle drei Siegerweine stammten vom Jahrgang 2018 und wurden während längerer Zeit in Holzfässern gelagert. Bei den Roten sortenrein teilen sich zwei Weine den Sieg. In den beiden Kategorien mit Weissweinen waren alle sechs nominierten solche aus pilzwiderstandsfähigen Sorten (Piwi). Diese würden die positiven Merkmale dieser Sorten aufzeigen. So eine «attraktive intensive Fruchtigkeit, gepaart mit süsslicher Stilistik, eine vielschichtige Aromatik und eine unwiderstehliche Zugänglichkeit». Die diesjährigen Siegerweine würden dem Zentralschweizer Weinbau alle Ehre machen und mithelfen, die Bekanntheit von Zentralschweizer Weinen in andern Regionen zu steigern, meinte Barbic.
Grosse Sortenvielfalt
Der Weinbau legt in der Zentralschweiz laufend zu, aktuell sind es 85 Hektaren. Die Vielfalt an Sorten sei mit über 50 einzigartig. Schweizweit liegt der Anteil an Piwi-Sorten mit 35 Prozent an der Spitze. Auch Bioweine legen zu und sind bereits bei einem Marktanteil von 15 Prozent.
Die Siegerweine
Weisswein sortenrein: Solaris 2020, Seeburghof, Luzern.
Weisswein Assemblage: Rätlisbacher Symphonie 2020, Ebikon.
Rotwein sortenrein: Abt Ambros Barrique 2018, Weingut Klosterhof, Aesch, und Regent Barrique 2018, Weingut Tellen, Kägiswil.
Rotwein Assemblage: Scuro Intenso Cabernet 2018, Brunner Weinmanufaktur, Hitzkirch.
Rosé, Federweis, Blanc de Noir: Widder 2020, Dein Wein vom Römerweg, Schenkon.