Heuer findet der Anlass am 4. und 5. Mai statt. Als sogenannter Ehrengast bei der Ausgabe ist der Sbrinz-AOP-Käse aus der Zentralschweiz mit dabei. Am Dienstag informierte das OK des Festes unter der Leitung von Markus Gerber die Medien über die Höhepunkte des Anlasses.
«Tradition» als Thema
«Wir wählten dieses Jahr das Thema Tradition für die Festlichkeiten aus», sagt Markus Gerber an der Pressekonferenz in Bellelay. Mit «Tradition» möchte man die Bedeutung des Tête de Moine AOP und des Sbrinz AOP besonders hervorheben. Als «Kür» des Anlasses sei sicher der internationale Käseplatten-Wettbewerb hervorzuheben. Während des Festes besteht auch die Möglichkeit, bei der traditionellen Herstellung von Tête de Moine den Käsern über die Schulter zu schauen. Am Samstagmorgen, dem 4. Mai, erhält das Publikum zudem die Gelegenheit, den besten Tête de Moine AOP der verschiedenen Produzenten der Region zu probieren und nach dem offiziellen Degustationssystem des Schweizer Wettbewerbs der Regionalprodukte zu küren.
Ein grosser Markt
«Auch dieses Jahr gibt es auf dem Gelände einen grossen Markt mit vielen Ständen», so Markus Gerber. In den 50 sogenannten Chalets werden neben Käse auch regionale Produkte und der Sbrinz aus der Zentralschweiz angeboten. Zum fünften Mal wird am Samstagmorgen der internationale Wettbewerb in der Abteikirche von Bellelay durchgeführt. Dieses Jahr werden wieder Experten aus den sechs Nationen und Hauptabsatzmärkten vom Tête de Moine (Deutschland, Schweiz, Frankreich, Spanien, Belgien und Italien) am Wettbewerb teilnehmen. Der Hauptpreis, eine «Goldene Girolle», sowie eine silbrige und bronzene Girolle für den zweiten und dritten Platz werden am Samstagabend unter dem Zirkuszelt im festlichen Rahmen verliehen.
Vielseitig einsetzbar
Auch für den Geschäftsführer von Sbrinz Switzerland, Stefan Heller, ist es eine besondere Ehre, am Tête-de-Moine-Fest mit seinem Käse dabei zu sein. «Die Westschweiz kennt unseren Sbrinz noch viel zu wenig», ist Heller überzeugt. «Das Potenzial ist im Inland noch lange nicht ausgeschöpft», so der Geschäftsführer. Der Sbrinz sei in der Küche vielseitig einsetzbar, sei es auf den Käseplatten oder als Reibkäse in verschiedenen Gerichten oder einfach nur so zum Essen. Beim Sbrinz will man sich in Zukunft vor allem auf den heimischen Markt konzentrieren. Beim Export könne man preislich mit dem Billigkäse aus Italien nicht mithalten. Obwohl beim Tête de Moine die Verkäufe 2023 mit 4 Prozent oder 132 Tonnen leicht rückläufig waren, reitet der Käse weiterhin auf einer Erfolgswelle. Mit 3170 Tonnen verkauftem Tête de Moine konnte zum dritten Mal hintereinander die magische Grenze von 3000 Tonnen überschritten werden.