In Elm wurden am Sonntag, 15. Oktober 2023, sieben Alpakas von Wölfen getötet und zwei weitere verletzt. «Die Regulationsgesuche für das Kärpfrudel und das Schiltrudel sind immer noch beim Bund hängig», schrieb dazu der Kanton Glarus am Montag. Aufgrund der aktuellen Ereignisse habe man zum wiederholten Mal beim Bund interveniert und die umgehende Behandlung und Bewilligung der Gesuche verlangt.
Gesuche seit August hängig
Am 30. August 2023 hatte der Kanton ein Regulationsgesuch für das Kärpfrudel eingereicht und am 6. September für das Schiltrudel. Der Bund verlangte weitere Präzisierungen zu den Gesuchen und Anpassungen der Regulationsperimeter, welche der Kanton am 13. Oktober nachreichte.
Wölfe des Kärpfrudels haben zwei Kälber getötet und zwei weitere verletzt sowie zwei Schafe in Matt gerissen. Hinzu kommen die jüngst getöteten sieben Alpakas in Elm. Das Schiltrudel hat im Juni neun Schafe auf der Alp Mürtschen gerissen.
Im Verlaufe des Montags, 16. Oktober, folgte dann die Zustimmung des Bundesamts für Umwelt (Bafu), sowohl für die Regulation des Kärpfrudels, wie auch für das Schiltrudel. Maximal der Hälfte der bekannten Jungwölfe mit Jahrgang 2023 dürfen reguliert werden. Wie das Glarner Departement für Bau und Umwelt schreibt, werden keine Jagdberechtigten zur Unterstützung der professionellen Wildhut beigezogen.
Mit weiteren Schäden zu rechnen
Gemäss der Zustimmung des Bafu sind die Jungwölfe möglichst in der Nähe von Siedlungen oder Nutztieren sowie aus dem Rudelverband herauszuschiessen. Damit sollen die Elterntiere den Verlust ihrer Jungtiere mit Siedlungen und Nutztieren in Verbindung bringen und künftig solche Situationen und Orte meiden.
Das Departement für Bau und Umwelt weist in einer Medienmitteilung darauf hin, dass solche Abschüsse nicht immer gelingen und offen ist, ob der Vergrämungseffekt eintrifft. Es sei weiterhin und trotz Regulierungsabschüssen mit Schäden an Nutztieren zu rechnen. Für die Tierbesitzer bedeute dies, dass die Herdenschutzmassnahmen, welche 2023 Wirkung entfalten, weiter konsequent umgesetzt werden sollen.
