Am 28. Februar neigt sich der offizielle meteorologische Winter dem Ende zu. Und schon einige Tage davor erreichen die Temperaturen in der Schweiz mancherorts gut 18 Grad. Das Graswachstum setzt sichtlich ein, die Vorboten des Frühlings erscheinen zwischen den noch kargen Sträuchern. Tatsächlich lag die Durchschnittstemperatur der letzten sieben Tage über fünf Grad, was das Güllen theoretisch erlaubt. Dabei zu beachten ist aber, dass der Boden dafür dennoch nicht wassergesättigt sein darf.
Güllen, wenn der Boden abgetrocknet ist
So rücken die ersten Druckfässer und Schlepper zur Verschlauchung der angestauten Gülle auf die Felder. Gemäss Martin Zbinden, Futterbauberater am Inforama, macht das vielerorts auch Sinn, sofern der Boden genügend abgetrocknet ist. Er selber sitzt während des Telefonats auf dem Traktor und beauftragt seinen Vater gerade, die Pumpe auszuschalten. Er kennt die Dringlichkeit der viehintensiven Betriebe, die Gülle baldmöglichst ausbringen zu können.
Weidesaison einläuten
Auch die Weidesaison haben einige Betriebe bereits eingeläutet. Je nach Weidestrategie könne man durchaus damit beginnen, wie Zbinden meint. Dabei zu beachten ist die Gewöhnungsphase der Tiere.
Er betont aber: Bei den aktuell milden Temperaturen ist der Hofdüngereinsatz auch unter dem Gesichtspunkt des Graswachstums jetzt günstig, weil der Ammonium-Stickstoff bei den noch kalten Böden erst nach und nach pflanzenverfügbar wird.
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Mäusehäufen nach dem Güllen mit der Wiesenegge angehen
Vorhandene Mäusehaufen sollten nach der Düngung mit der Wiesenegge eingeebnet und lückige Stellen mit den passenden Gräsern übersät werden.
In den tiefsten Lagen auf Weideflächen dürfte das Gras teilweise schon zu hoch stehen, so dass die Schönwettertage besser für die Vorweide genutzt und die Gülle danach ausgebracht wird. Dies diene auch der langsamen Futterumstellung und sorge für eine Staffelung des Futteraufwuchses, so Zbinden.
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