Ende März fand in Bulle FR die Nationalschau der Rassen Holstein und Red Holstein statt. Auch das Swiss Fleckvieh hatte an der Expo Bulle ihren Auftritt. Mit fast 600 angemeldeten Kühen und rund 7500 Besucherinnen und Besucher darf die Expo Bulle 2026 als Erfolg gewertet werden. Noch einen Nachgeschmack hatte die Expo Bulle: Zum ersten Mal wurde in der Geschichte der legendären Ausstellung weniger als 100 RH-Kühe aufgeführt. Zweitens blieben dieses Jahr zwölf Kühe an der Euterkontrolle hängen. Seit 1971 gibt es die Expo Bulle und die RH-Kuh war in all den Jahren das Aushängeschild. Doch mehr und mehr nimmt die Holsteinisierung zu, das Angebot an Holsteinstieren ist gegenüber ihren roten Kollegen um ein Vielfaches besser. So ist es nicht verwunderlich, dass die Züchter vermehrt auf schwarze Genetik setzen, mit der Folge, dass an einer Nationalen Ausstellung nicht einmal mehr 100 RH-Kühe aufgeführt werden.[IMG 2-3]
Bei der Euterkontrolle war dieses Jahr auch der Kantonstierarzt vor Ort. Mit Ultraschall wurden die Euter auf ihre Fülle und Euterdruck kontrolliert, zwölf Kühe durften darauf nicht, oder nicht mehr den Ring betreten und mussten unverzüglich zum Melken. Erwischt hat es dabei auch die letztjährige Holstein-Champion Longeraie Armagedon Gentiane, welche unter anderem kein sichtbares Zentralband mehr aufweisen konnte.
Stiere wie Delta-Lambda oder Showlight
Die schweizerische Holstein und Red Holsteinschau richtete am Samstag der Kanadier Jamie Black. Vor allem bei den jungen Kühen, war das Niveau in beiden Rassen extrem hoch. Vor allem die Stiere Delta-Lambda, Chief wie auch der Schweizerstier Showlight überzeugten enorm mit ihren Töchtern. Als grosse Siegerkuh wählte der Richter die Reserve-Champion vom letzten Jahr: Die aus Österreich importierte Schönhof Alligator Dakota von Mattenhof und Dupasquier aus Iffwil BE.[IMG 4-5]
Starke, jung Kühe vom Stier Rebel
Bei den Red Holstein überzeugten vor allem die Stiere Rebel, Alpha und Power. Vom seinerzeit hochgejubelten Stier Star gab es nichts zu sehen. Als Siegerkuh wählte Jamie Black die Rubels-Tochter Kati von Pharisa und Jaquet aus Estavannes FR. Bei Swiss Fleckvieh, die am Freitag von Simon Eichenberger juriert wurde, gab es auf dem Podest viele bekannte Schaukühe zu sehen: Siegerkuh wurde hier Kilian Nevada von Daniel und Adelheid Graf aus Bleiken BE. Reserve wurde die unverwüstliche Schwarzbach Aslan Hanova von Florian Matter aus Rubigen BE und den dritten Platz sicherte sich die Kilian-Tochter Strubelblick Kilian Mayila von Fritz Wenger aus Pohlern BE.