In der Bergtrotte Osterfingen trafen sich am 6. November 2021 die Mitglieder des Trägervereins Regionaler Naturpark Schaffhausen (RNPSH) zur Jahresversammlung. «Der Regionale Naturpark Schaffhausen ist strategisch wie auch operativ auf Kurs», hielt Präsident Hans Rudolf Meier einleitend fest. Erfreut zeigte er sich, dass auch die hochgesteckten Ziele erreicht wurden und der RNPSH in der Bevölkerung ein grosses Vertrauen geniesst.
Eine Million Franken für Projekte
Entsprechend dem diskussionslos genehmigten Budget stehen dem RNPSH im kommenden Jahr gesamthaft 1,6 Mio Franken zur Verfügung: Fr. 650'000.– vom Bund, Fr. 295'000.– vom Kanton und Fr. 135'000.– von den Mitgliedern und Gemeinden. Aus Projekten und Dienstleistungen generiert der Trägerverein 508'800 Franken. Nach Abzug der Lohnkosten verbleiben für eigentliche Projekte 1 Mio Franken. Davon fliessen 35'500 Franken in Landwirtschaftsprojekte.
Die Versammlung wählte Dominic Böhler in den Vorstand. Als neuer Bürgermeister von Jestetten (DE) löste er seine Vorgängerin Ira Schelling ab.
Die ganze Region profitiert
Geschäftsführer Christoph Müller äusserte sich zu den finanziellen Auswirkungen des Parks auf die Region. Eine Studie zeigte, dass der RNPSH insgesamt rentabel ist und in einem Jahr rund 14 Mio Franken an Wertschöpfung geschaffen hat. «Der Naturpark lohnt sich für die Schaffhauser Geschäfte», so Müllers Fazit.
Ausserdem brachte der Naturpark in den letzten anderthalb Jahren während Corona verschiedene Vorteile für die Region. Müller appellierte an die Mitglieder, auch neue Projekte zu lancieren. «Wir sind nur so gut, wie es unsere Projekte sind.» Bezüglich der Kommunikation konnte man sich an der Olma, an der Schaffhauser Herbstmesse und am Pärkemarkt in Bern sehr gut in Szene setzen.
Sarah Bänzinger übernimmt
Im Bereich Natur und Landschaft zeichnet sich ein Wechsel ab. Im laufenden Jahr wird Bernhard Egli seine Nachfolgerin Sarah Bänziger als neue Projektleiterin einarbeiten. Bei der gezielten breiten Förderung seltener Pflanzen und Tierarten hatte Egli weitere gute Neuigkeiten. In einer Wirkungsanalyse im Zeitraum von 2018 bis heute haben bei 24 Zielarten deren 13 zugenommen. Bei acht Arten sind die Zahlen gleich geblieben und nur bei dreien stellte man weniger Fundstellen fest. Im kommenden Jahr sind ebenfalls Freiwilligeneinsätze in der Naturpflege geplant.
Neue Partner gewinnen
Auch im Bereich Landwirtschaft und regionale Produkte kam es in der Naturparkleitung zu einem Wechsel: Anfang Februar hat Alexandra Stähli das Zepter übernommen. Im laufenden Jahr haben 22 neue Regionalprodukte von fünf verschiedenen Betrieben nach erfolgreicher Zertifizierung ihre Aufnahme für das Pärkelabel geschafft.
Stähli präsentierte die neuen Projekte für das kommende Jahr. Unter anderem soll der Naturpark in Schulgärten Einzug halten. Es gibt Projektideen in den Bereichen Agrarökologie und regenerative Landwirtschaft. Dazu gehören auch Angebote im Ferienpass. «Wir wollen weitere Produkte und Partner gewinnen», sagte Stähli.
Aus Kreisen der Mitglieder wurde angeregt, dass man Bauern für die Produktion von einheimischem Wildpflanzen-Saatgut, für das Anlegen von Naturgärten und Naturschutzflächen gewinnt, um neue Ertragsmöglichkeiten auf den Höfen zu schaffen.

