2016 habe man mit der Aufnahme von 30 IP-Suisse-Produkten einen Meilenstein gesetzt, teilt Denner mit. Damit war das Unternehmen nach eigenen Angaben der erste Discounter, der «nachhaltig hergestellte Schweizer Produkte zu erschwinglichen Preisen anbot und damit Nachhaltigkeit für die breite Bevölkerung zugänglich machte». Die Mitteilung feiert das 10-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen IP-Suisse und Denner. Heute stehen 270 Produkte mit Käfer-Logo in den Regalen des Discounters. 2021 erfolgte die Umstellung des gesamten Lagergemüses auf IP-Suisse-Ware.
Dank an die Produzenten
«Auch in den kommenden Jahren wollen wir gemeinsam innovative Lösungen entwickeln, um die Schweizer Landwirtschaft noch nachhaltiger zu gestalten», lässt sich Denner-CEO Torsten Friedrich zitieren. Er bedankt sich im selben Zug bei allen Bäuerinnen und Bauern, die «tagtäglich daran arbeiten, dass wir nachhaltige Lebensmittel für alle und jedes Budget zugänglich machen können».
Pläne für das Jahr 2026
Im Communiqué wird angedeutet, was für 2026 geplant ist: Ein Forschungsprogramm mit robusten Kartoffelsorten, eine «grosse Umstellung» im Bereich Milch sowie ein System zur Reduktion und Finanzierung von Treibhausgasen. Man werde in den kommenden Monaten laufend über die Neuerungen informieren.
Mehr Wiesenmilch mit Mehrwert vermarkten
Auf Anfrage der BauernZeitung gibt Christophe Eggenschwiler, Geschäftsführer von IP-Suisse, noch etwas mehr Auskunft. So gehe es im Bereich Milch um die Umstellung der UHT-Milch in 1-L-Packungen auf IP-Suisse-Wiesenmilch im Frühling 2026. «Über die Mengen wird Denner noch kommunizieren, wie es genauer aussieht.» Aktuell liege die produzierte Menge Wiesenmilch leicht über der effektiv verarbeiteten. Das heisst, es kann nicht alle von IP-Suisse-Betrieben so produzierte Milch auch mit dem Mehrwert von fünf Rappen pro Liter verkauft werden. «IP-Suisse bemüht sich immer, die Marktpräsenz ihrer Produkte zu erhöhen», bemerkt Eggenschwiler. In diesem Fall helfe Denner dabei.
Und was ist mit dem Kartoffel-Projekt – bedeutet es, dass Denner bald IP-Suisse-Kartoffeln robuster Sorten anbieten wird? «Das Programm ist noch in der Umsetzungsphase. IP-Suisse und Denner werden darüber gemeinsam kommunizieren, sobald es so weit ist», kommentiert Christophe Eggenschwiler.
Die Erwähnung eines «Systems zur Reduktion und Finanzierung von Treibhausgasen» sei so zu verstehen, dass Denner und IP-Suisse beide Mitglied sind im «Klimabündnis Lebensmittel». Dazu zählen über 20 Organisationen und Unternehmen aus Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel, die gemeinsam ein «klares Zeichen zur Verringerung des ökologischen Fussabdrucks von Lebensmitteln» setzen wollen. So wurde es im Februar 2026 mitgeteilt.
Es wird keine «Gratisreduktion» geschenkt
IP-Suisse und Denner würden im Rahmen der laufenden Arbeiten des Bündnisses viel Energie investieren, um eine praktikable und einfache Lösung zur Reduktion der Treibhausgase der ganzen Branche zur Verfügung stellen zu können, sagt der IP-Suisse-Geschäftsführer. «Es wird für die Produzent(innen) einen Vorteil geben, wenn die Betriebsberechnungen oder die Reduktionswirkung der von ihnen umgesetzten Massnahmen gegen Treibhausgase quantifiziert und entsprechend entgolten werden können», so Eggenschwiler. Von Seiten Produktion sei es wichtig, dass die Finanzierung dieser Leistung gesichert ist. Es werde keine «Gratisreduktion» geschenkt – «entsprechend werden allfällige Mehraufwände neben der Reduktionsleistung fair finanziert werden müssen.»
Zur Feier ihres gemeinsamen Jubiläums wollen IP-Suisse und Denner das ganze Jahr über verschiedene Aktivitäten durchführen.