An der Delegiertenversammlung des Verbands der Schweizerischen Zuckerrübenpflanzer (SVZ) Mitte März wurden Stimmen laut, die Produzenten, die ihre Rüben erst spät abliefern konnten und somit allfällige qualitative Schäden zu verzeichnen hatten, verlangten mehr Informationen. Die betroffenen Bauern «hingen in der Luft» und wüssten immer noch nicht, wie hoch die Entschädigung für die nicht-lieferbaren Rüben ausfallen würde, so der Wortlaut eines Delegierten. Diese Produzenten sind aufgrund der Verzögerung mit verminderter Qualität und einem reduzierten Zuckergehalt der Rüben konfrontiert.
SVZ-Präsident musste Produzenten zuerst vertrösten
An der Versammlung vergangene Woche musste der SVZ-Präsident die Anwesenden erstmal vertrösten – handfeste Angaben konnte die Chefetage damals noch nicht vorlegen. Nun aber scheint man mit den Verhandlungen rund um die Entschädigung weitergekommen zu sein.
Keine Abzüge für die Zeitspanne 7. bis 19. Januar
So teilt die SZU jetzt mit, für alle Lieferungen ab 7. Januar in Aarberg und 19. Januar 2026 in Frauenfeld keine Abzüge aufgrund eines tiefen Zuckergehalts vorzunehmen. Zudem wird im gleichen Zeitraum die bereits bestehende Spätlieferprämie für Rübenlieferungen mit einem Zuckergehalt von 15 Prozent und höher täglich um 10 Rappen pro Tonne reine Rüben erhöht.
Interprofession legt «tragfähige Lösung» vor
Die Entscheidung wurde im Rahmen der Interprofession getroffen, in der sowohl die Vertreter der Produzenten als auch jene der Schweizer Zucker AG vertreten sind – mit dem gemeinsamen Willen, eine konstruktive und faire Lösung für alle Beteiligten zu finden, wie die SZU mitteilt. Die Verantwortlichen der Interprofession seien überzeugt, mit diesen Massnahmen im aktuellen Kontext eine pragmatische Antwort zu liefern und die geleisteten Anstrengungen anzuerkennen, so der Wortlaut der Fabrik.
Rekorderträge nicht vergessen
Die SZU ruft in Erinnerung, dass die «ausserordentlich lange» Kampagne einerseits im Ausfall des Kalkofens in Frauenfeld TG als auch in hohen Rübenerträgen fusse. Die überwiegende Mehrheit der Pflanzerinnen und Pflanzer ziehe eine positive Bilanz mit Rekorderträgen und einem besonders attraktiven Erlös pro Hektare.
