In der finalen Woche des Jahres sendet die Schweizer Zucker AG (SZU) noch ein letztes Update raus. Darin vermeldet sie eine stabile Produktion über die Weihnachtstage. Auch der Zuckergehalt der Rüben blieb stabil und liegt auf dem gleichen Niveau wie in der Vorwoche, heisst es. Der Gesamtabzug hingegen ist um einen halben Punkt gesunken. Die Qualität der Zuckerrüben zeigte sich ebenfalls stabil, vor allem dank der konsequenten Abdeckung der Mieten. Dank dieser Massnahmen bleiben die Rüben länger haltbar, so die SZU.

Längere Haltbarkeit hilft allen

Die längere Haltbarkeit helfe den Landwirtinnen und Landwirten, aber auch der Schweizer Zucker AG. Denn gefrorene oder qualitativ minderwertige Zuckerrüben könnten zu einer Reduktion der Verarbeitungskapazität führen und verursachten dadurch zusätzliche Kosten oder Mindererträge für alle Beteiligten, wie die SZU warnt.

Die Temperaturen könnten weiter sinken

Neben den logistischen Herausforderungen, die wegen des ausgefallenen Kalkofens im Werk in Frauenfeld, gemeistert werden müssen, schauen die Produzent(innen) und die Verantwortlichen der Werke mit Bange auf die Wetterprognosen. «Die langfristigen Wetterprognosen für die nächsten zwei Wochen sind mit Vorsicht zu interpretieren», schreibt die SZU. Niederschläge sind nach wie vor nicht prognostiziert, aber die Temperaturen könnten bis auf minus fünf Grad sinken.

Rüben vor Frost schützen

Bei so tiefen Temperaturen empfiehlt die Zuckerfabrik, die Rüben mit einem doppelten Vlies abzudecken und damit vor Frost zu schützen. «Wir bitten alle Pflanzerinnen und Pflanzer nicht mehr benötigtes Vlies an Kolleginnen und Kollegen auszuleihen, deren Rüben noch nicht abtransportiert wurden».

Weiter hält die SZU im aktuellen Rübenbericht eine Beobachtung fest: «Von aussen betrachtet sehen gewisse Mieten, die am Frostwochenende vom 22. und 23. November gerodet wurden, nicht einwandfrei aus. Die Rüben, die sich am Rande befinden, sehen schwarz verfärbt aus. Gräbt man sich 10 bis 30 cm in die Miete präsentieren sie sich jedoch gut».

Man sucht intensiv an Lösungen für Frauenfeld

Hinsichtlich des Ausfalls in Frauenfeld wird laut der SZU intensiv an der Alternativ-Lösung für den Kalkofen gearbeitet. «Verlaufen alle Tests erfolgreich, wird die Zuckerfabrik in Frauenfeld ihren Betrieb anfangs Januar wieder aufnehmen.» (wir berichteten).

Abo Am 3. Januar verarbeitet Frauenfeld wieder Rüben Krisenmanagement bei Schweizer Zucker AG: Frauenfelder Werk nach Ofenausfall vor logistischen Herausforderungen Wednesday, 31. December 2025