Ende Januar und die Zuckerrübenkampagne ist noch nicht beendet. Die Schweizer Zucker AG informiert ihre Produzentinnen und Produzenten im aktuellen Rübenbericht, dass die Qualität der Zuckerrüben aber weiterhin gut sei. Der Gesamtabzug nimmt zwar leicht zu, liegt jedoch im Vergleich zu früheren Kampagnen weiterhin im Durchschnitt. Ähnlich gering ist die Änderung auch beim Zuckergehalt. Dieser sinkt leicht, bleibt jedoch stark von der Verladeregion der Rüben abhängig.

Möglichst viele Rüben sollen verarbeitet werden

Derzeit gibt es nur sehr wenige Haufen, die nicht verarbeitet werden können – «sie lassen sich an einer Hand abzählen», wie dem Rübenbericht zu entnehmen ist. Nach wie vor werde alles darangesetzt, möglichst viele Haufen in der Zuckerfabrik zu verarbeiten. 

Zuckerrüben-Kampagne Vertrag ist Vertrag: Alle Zuckerrüben werden vergütet und abgeführt Wednesday, 21. January 2026 Haufen, die nicht mehr zu Zucker verarbeitet werden können, werden trotzdem abgeführt und vergütet. Raphael Wild von der Schweizer Zucker AG erklärt, dass die Fachpersonen sämtliche Haufen für die Fabrik Aarberg analysieren, im Werk Frauenfeld wird nur stichprobeartig analysiert.

Nicht die faulen Rüben sind das Problem

«Problematisch sind dabei nicht nur mögliche ‘faule’ Rüben, sondern auch jene, bei denen der Prozess der Umwandlung von Saccharose zu Glucose schon fortgeschritten ist und dadurch die Verarbeitung zu Zucker schwieriger wird.»

Was passiert also mit denjenigen Rüben, die nicht für die Zuckerproduktion geeignet sind? Raphael Wild erklärt: «Wir prüfen verschiedene Möglichkeiten, wie Verfütterung oder die Verwertung zu Biogas. Nach wie vor ist es aber unser Ziel, alle Rüben in den Fabriken zu verarbeiten», betont er.

Wenn die Waage fehlt: Pauschalansatz von 5 Tonnen pro Meter

Dies hat die dafür zuständige Interprofession beschlossen. Um die Vergütung zu berechnen, wird das Gewicht der Rüben über die Waage der Rübenmaus ermittelt. Fehlt eine Waage, wird ein Pauschalansatz von 5 Tonnen pro Meter festgelegt. Der Zuckergehalt wird nicht ermittelt, sondern jener des regionalen Durchschnitts im Zeitraum vom 1. Dezember 2025 bis zum Ende der Kampagne verwendet. Diese Lösung soll eine faire Entschädigung gewährleisten. Die Situation wird laufend überwacht, und notwendige Anpassungen werden rechtzeitig kommuniziert.

Durchsatz von 340 Tonnen pro Stunde

Das Werk Frauenfeld erziele mit der Alternativlösung inzwischen eine sehr gute Leistung von bis zu 340 Tonnen pro Stunde, heisst es weiter. Beim Start der Alternativlösung gingen die verantwortlichen Personen von einer Leistung von 200 t/h aus.

Abfuhrpläne wurden angepasst

Am Standort Aarberg hat sich die Verarbeitung dank der optimierten Zuführung von Rüben unterschiedlicher Qualität deutlich stabilisiert, wie die Zuckerfabrik verlauten lässt. Dies wurde möglich, weil die Rübenhaufen vor der Verladung entsprechend analysiert wurden und in der Folge die Abfuhrpläne angepasst werden konnten.

Das sagt die Schweizerische Fachstelle für Zuckerrübenbau: «Diese Rüben sollten unbedingt noch geerntet werden»

Mitarbeitende der Schweizer Zucker AG und den Transportorganisationen sind aktuell daran, die noch verbliebenen Rüben in Haufen und auch jene in der Erde auf ihre Verarbeitbarkeit zu prüfen. Stimmt die Qualität und die Böden auf den Erntefelder sind befahrbar, sollen diese Rüben unbedingt noch geerntet werden. Damit auch die Produktion in den Fabriken einwandfrei läuft, sollen diese Rüben umgehend in die Fabriken transportiert werden. In Zusammenarbeit mit den Transportorganisationen und den entsprechenden Rayonleitern wird eine zeitnahe Abfuhr ermöglicht.

Nicht verarbeitbare Rüben sind im Moment die Ausnahme. Ist dies dennoch der Fall, wird die Branche zusammen mit den Landwirten und Landwirtinnen eine entsprechende Lösung finden. Müssten dabei Rüben im Feld belassen werden, würden diese im Folgejahr Schosse bilden und austreiben. Das gilt für konventionell angebaute, wie auch Conviso-Rüben. Bis jetzt wurden aber keine Rüben im Auftrag der Schweizer Zucker AG auf dem Feld belassen, ausser der Landwirt oder die Landwirtin entscheidet sich selbst über diese Möglichkeit.