Unter dem Motto «Regional, saisonal und gesund» wurden am letzten Freitag des Oktobers Apfelwähen verkauft. Im Kanton Luzern fand dieser Anlass, der von den Luzerner Bäuerinnen lanciert wurde, zum 20. Mal statt. Dieses Jahr an 24 verschiedenen Standorten. In Obwalden konnte man an sieben, in Nidwalden und Schwyz an vier, in Zug an drei und in Uri an einem Standort Apfelwähen, Ringli, Gelee und Mus, Süssmost oder frische Äpfel erwerben. Die Zentralschweizer Kantone machten zum zweiten Mal mit.
Rund 70 Kilo Äpfel allein in Obwalden verarbeitet
Die Co-Präsidentin des Landfrauenverbands Obwalden, Petra Rohrer, hat zusammen mit 56 Landfrauen und Bäuerinnen 68 Bleche Apfelwähen hergestellt. Wobei die Wähen unterschiedlich waren: Etwa mit oder ohne Nüsse, mit Zimt, mit Streusel oder die Äpfel in Schnitze oder geraffelt. Die Kundschaft habe das sehr geschätzt. Rund 70 kg Äpfel wurden verarbeitet, schätzt Rohrer, etwa von den Sorten Boskop, Topaz, Gala, Glockenapfel, Spartan, Gravensteiner, um nur einige zu nennen. Sie selbst habe zwei Wähen gebacken, eine für den Verkauf und eine für die Familie.
Nachdem letztes Jahr bei der ersten Durchführung die Rückmeldungen der Apfelliebhaber(innen) durchwegs positiv waren, wurde beschlossen, von den damals zwei Standorten, dieses Jahr auf einen pro Gemeinde, also sieben Standorte, zu erweitern. Manche Kund(innen) seien neu gewesen, andere hätten schon im letzten Jahr Wähen gekauft, erzählt Petra Rohrer. Das Publikum war so vielfältig wie das Angebot, es habe Frauen gegeben, die früher selbst gebacken haben, aber für sich alleine dies nun nicht mehr tun, Arbeiter, die von einem gesunden «Znüni» profitierten, Frauen mit Kindern oder junge und alte Menschen aus dem Dorf. Dabei entstanden schöne Gespräche, auch über regionale und saisonale Lebensmittel und die Landwirtschaft im Allgemeinen, berichtet Rohrer.
Ein regionales «Znüni» für Frühaufsteher
Früh aufstehen – Petra Rohrers Wecker klingelte um 4.45 Uhr – mussten nicht nur die Bäuerinnen, um zu backen und die Sachen für den Stand vorzubereiten. Im übertragenen Sinne galt dies auch für die Kundschaft. Denn vor 11 Uhr seien bereits sämtliche 544 Wähenstücke ausverkauft gewesen. Einige hätten gar ein ganzes Blech gekauft, um ihrer Belegschaft ein feines regionales «Znüni» zu spendieren.