Nach zwölfjähriger Vorstandstätigkeit und mehreren Jahren als Mitglied des Geschäftsausschusses von Braunvieh Schweiz, legt Josef Portmann, Schüpfheim LU, seine Verbandsfunktionen am 1. April anlässlich der nationalen Delegiertenversammlung nieder. Er habe den Kanton Luzern bei Braunvieh Schweiz über viele Jahre engagiert vertreten und vieles bewirkt, würdigte Franziska Duss, Präsidentin von Braunvieh Luzern, seine Arbeit vergangene Woche vor den Luzerner Delegierten in Werthenstein LU. 

Für seine Nachfolge im höchsten Verbandsgremium nominierten die Anwesenden sogleich ihre Präsidentin. Franziska Duss aus Escholzmatt LU ist leidenschaftliche Braunviehzüchterin, Lehrerin und Beraterin am Zuger LBBZ Schluechthof und Vorstandsmitglied der Zentralschweizer Milchproduzenten. Sie stellt sich am 1. April an der Delegiertenversammlung von Braunvieh Schweiz in Baar ZG zur Wahl. Und damit wäre sie im aktuell 17-köpfigen Gremium beim nationalen Verband die erste Frau. 

Milchpreis steht unter Druck

78 Delegierte sowie einige Gäste trafen sich im Restaurant Kloster zur 51. Delegiertenversammlung von Braunvieh Luzern. Franziska Duss schaute auf ein erfolgreiches Züchterjahr zurück. In ihrem Jahresbericht hielt sie fest, dass 2025 für die Landwirte, nach den beiden herausfordernden Frühjahren 2023 und 2024, ein sehr gutes Futterbaujahr war. 

«Die Preise für Nutz- und Schlachtvieh waren im vergangenen Jahr sehr gut», sagte sie weiter. Und sie sei zuversichtlich, dass vor allem das Schlachtvieh weiterhin gesucht bleibe. So schreie beispielsweise McDonald’s förmlich nach Fleisch, sagt Duss. Gegen Jahresende folgte der Druck auf dem Milchmarkt mit der Folge, dass der Milchpreis 2026 stark sank. Weltweit sei die Milchproduktion um rund fünf Prozent gestiegen und die USA hätten so viel Milch wie noch nie produziert. Hinzu komme der starke Franken. Der Käsemarkt sei ebenfalls unter Druck, so Duss.

Erfolgreiches Ausstellungsjahr

2025 gab es an Ausstellungen viele Erfolge der Luzerner Braunviehzüchter zu feiern. Ebenfalls war das Braunvieh mit vier Kühen und einem Stier an der LUGA vertreten. Von den 176 erfolgreichsten Braunvieh-Betriebsmanager aus der Berg- und Talzone, hatte Luzern wiederum einen ansehnlichen Anteil.

30 neue 100 000er-Kühe in Luzern

An der Delegiertenversammlung wurden zahlreiche Züchter und Landwirte geehrt. Vier Züchter erreichten mit ihren Kühen eine Lebensleistung von über 125 000 kg Milch. Deren 24 Besitzer eine Milchleistung von über 100 000 kg. Von einigen Landwirten leisteten gar drei Tiere 100 000 kg. Zusammen haben die 34 Kühe aus den beiden Leistungskategorien beeindruckende 3,6 Millionen Kilogramm Milch produziert.

Marcel Portmann, Ebnet LU, konnte sich sieben Mal in Folge auf der Betriebsmanagementliste platzieren. Den höchsten Eiweissgehalt im Berggebiet erzielte Josef Dahinden, Ebnet LU. Im Frühling 2025 konnten im Kanton Luzern insgesamt neun Zuchtfamilien präsentiert werden. Pirmin Studer, Schüpfheim LU, stellte mit 92 Punkten die schweizweit höchstpunktierte Brown-Swiss-Zuchtfamilie der vergangenen Saison. Weiter wurde der Alpsee-Sohn Celio von GoldHill Genetics, Romoos (Familie Pfulg), für seinen zweiten Einsatz als nachzuchtgeprüfter Stier geehrt.

Ausgezeichnete Luzerner Besitzer von Lebensleistungskühen
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125 000 kg
Kurt Stadelmann, Rengg; Thomas Hodel-Schuler, Schötz; Hans Anderhub, Eschenbach; Thomas Zurfluh, Richenthal.

100 000 kg
Benno Abt, Sulz; Toni Amrein-Müller, Gunzwil; Hans Anderhub, Eschenbach; Cyrill Bossert, Altbüron; Richard Brunner, Rain; Stefan Bucher, Emmen; Kilian Burri, Hochdorf; Franziska Duss, Escholzmatt; Marco Emmenegger, Rothenburg; Silvan Felder, Steinhuserberg; Josef Gasser, Hasle; Ueli Haas, Obernau; Bruno Hodel, Hergiswil; Marco Hofstetter, Entlebuch; Markus Ineichen, Inwil; Markus Käppeli, Hildisrieden; Hanspeter Kaufmann, Nottwil; Markus Kaufmann, Kleinwangen; Toni Muff, Neuenkirch; Josef Rebsamen, Eschenbach; Schmid / Studer BZG, Schüpfheim; Rolf Stocker, Neudorf; Theiler Gebrüder, Emmenbrücke; Toni Weingartner-Ottiger, Nottwil.