Am Samstag, 7. März, trafen sich die Delegierten im Sternen in Zollbrück BE. Neben Neuwahlen stand das Thema Stylen an Ausstellungen im Mittelpunkt.
Wieder Tiere für die BEA anmelden
Daniel Graber gratulierte noch einmal allen Ausstellerinnen und Ausstellern für ihre Schauerfolge im vergangenen Geschäftsjahr. Mit der kantonalen Braunviehschau vom 28. März in Schüpbach BE steht schon bald wieder ein weiterer Höhepunkt vor der Türe.
Hier werde es bei den Kühen eine Euterkontrolle geben, warnte der Präsident. «Auch an der BEA in Bern dürfen wir wieder Tiere ausstellen, also meldet welche an», forderte Graber. Obwohl der Kassier Bruno Wyss in den statutarischen Geschäften bei der Rechnung ein Minus bekanntgeben musste, wurde der Herdebuchbeitrag pro Tier bei einem Franken belassen.
Neue Vorstandsmitglieder für Braunvieh Schweiz
Eine Rochade gab es hingegen im Vorstand von Braunvieh Schweiz: Da Christian Zürcher aus Trubschachen BE im April aus dem Vorstand von Braunvieh Schweiz ausscheiden wird, musste für ihn Ersatz gefunden werden. Die Delegierten wählten einstimmig Alfred Anderegg aus Meiringen BE zu Zürchers Nachfolger.
Für den vakanten Sitz aus dem Berner Jura konnte mit Cédric Schärz aus Corgémont BE endlich ein junger, motivierter Braunviehzüchter gefunden werden. Auch Ruth Scheidegger aus Ranflüh BE wird im Vorstand neu Einsitz nehmen. Niklaus Nydegger aus Schwarzenburg BE und Bruno Wyss aus Bönigen BE werden für eine weitere Amtszeit im Vorstand bestätigt.
Das Stylen für Ausstellungen gibt zu reden
Mehr Diskussion gab es beim Thema Stylen an Ausstellungen. Damit man die jungen Züchterinnen und Züchter noch motivieren könne, dürfe man das Stylen von Tieren an zukünftigen Ausstellungen nicht mehr verbieten, tönte es aus der Versammlung.
«Für die OB-Zucht bleibt es sicher weiterhin verboten», sagte Daniel Graber. Für die BS-Tiere müsse man vielleicht mit einem weiteren Reglement eine Lösung suchen. «Die Votanten sollen an der nächsten Generalversammlung diesbezüglich einen Antrag stellen», sagte Patrik Sigrist aus Heimenschwand BE abschliessend.
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Neueste Entwicklungen bei Braunvieh Schweiz
Dass auch die Berner Braunviehzüchter grosse Erfolge feiern können, zeigte sich spätestens bei der Ehrung der 100 000er-Kühe. Josef Portmann von Braunvieh Schweiz überbrachte nicht nur Grüsse vom Mutterhaus, sondern ehrte auch folgende Züchterinnen und Züchter und ihre Kühe:
Bongola Biena, Bruno Gisler, Rumisberg; Antico Myrta, Roman Hänni, Riggisberg; Tango Gina, Stefan Möschler, Orpund; Kevin Alicia, Niklaus Nydegger, Schwarzenburg; Alibaba Wunia, Ruth Scheidegger, Ranflüh; William Wilma, Hans Wyss, Dieterswil. Eine Leistung von 125 000 kg Milch erreichte Rampas Enzian von Samuel Hofer, Langnau.
Wie Josef Portmann mitteilte, wird bei Brown Swiss das Zuchtziel alle fünf Jahre neu definiert. So werde in Zukunft der Block Fitnessmerkmale (wie Mastitisresistenz oder der Geburtsablauf) noch stärker im Gesamtzuchtwert gewichtet. Dies könnte bei der nächsten Zuchtwertschätzung Auswirkungen auf die Rangliste der Stiere haben. Zurzeit seien die Herdebuchzahlen bei Braunvieh Schweiz mit 147 435 Tieren (Minus 292) recht stabil. Die Durchschnittsleistung liege zurzeit bei 7297 kg Milch, bei 4,03% Fett und 3,47% Eiweiss.