Sie sind seit dem 27. September Thurgauer Apfelkönigin. Was haben Sie seither erlebt?
Nerea Rivero: Ich hatte bereits einige Auftritte. Nach der Wahl stand schon bald die Olma auf dem Programm. Zudem war ich zu verschiedenen Anlässen eingeladen, zum Beispiel zur Eröffnung des Wellnessbereichs eines Hotels oder beim Fernsehsender Teletop. Jede Veranstaltung ist einzigartig und ich lerne viel über den Kanton. Besonders nah ging mir der Auftritt an der Olma in St. Gallen, die ich jedes Jahr besuche. An dieser traditionellen Messe für einmal als Apfelkönigin aufzutreten, hat mich sehr gefreut.
Wie sind die Reaktionen der Bevölkerung auf Ihre Wahl?
Die Resonanz ist sehr positiv. Viele Menschen kommen auf mich zu, sind interessiert und stellen Fragen zu meiner Rolle als Apfelkönigin. Manche erkennen mich sogar, wenn ich nicht in der Tracht, sondern privat unterwegs bin.
Was hat sie dazu bewogen, sich für das Amt als Apfelkönigin zu bewerben?
Ich erlebte in meinem Alltag viele Routinen, nichts war mehr wirklich spannend. Als ich las, dass Kandidatinnen für die Apfelköniginnenwahl gesucht wurden, sah ich darin eine willkommene Herausforderung.
Sie sind sehr aktiv in den Sozialen Medien unterwegs. Sprechen Sie vor allem ein jüngeres Publikum an?
Ich versuche alle anzusprechen, daher bin ich auf verschiedenen Kanälen aktiv. Auf TikTok veröffentliche ich vor allem Beiträge für die ganz Jungen. Dabei tanze ich beispielsweise, es soll schnell und lustig sein. Auf Facebook und Instagram spreche ich dagegen eher ein breiteres, teilweise auch älteres Publikum an.
Auf Instagram und Facebook schnitzen sie aus Äpfeln Schwäne und basteln Adventskränze. Welche Rolle spielt dabei, dass Sie im Alltag als Primarlehrerin tätig sind?
Eine Rolle spielt grundsätzlich, dass ich ein sehr sozialer Mensch bin und ich auf diese Weise auch meine kreative Ader ausleben kann. Dass ich andern gerne etwas beibringe, kommt sicher von meinem Beruf her.
Wie kommen Sie auf all die Ideen?
Mir fällt immer etwas Passendes ein. Zudem bringt auch mein Umfeld Ideen mit ein. So erhalte ich beispielsweise regelmässig Rezeptvorschläge, darunter auch von meiner Mutter.
Wie zeitaufwändig sind diese Video-Beiträge?
Meine Beiträge für die sozialen Medien sind schon sehr aufwändig, machen jedoch auch viel Spass. Dabei kommt mir entgegen, dass mein Freund professioneller Foto- und Videograf ist.
Was ist Ihr Bezug zur Landwirtschaft?
Ich bin in Arbon neben der Mosterei Möhl aufgewachsen und lebe mittlerweile in Egnach neben der Firma Tobi Seeobst. Als Apfelkönigin ist mir der Bezug zum Kanton Thurgau und seinen Menschen sehr wichtig. Dazu gehört auch, dass ich gerne in der Natur unterwegs bin, oft mit meiner Hündin Ziva. Ich mag zum Beispiel die weiten Felder, die typisch sind für den Thurgau.
Sie unterrichten eine sechste Klasse. Ist die Landwirtschaft auch ein Thema in der Schule?
Die Landwirtschaft kommt im Unterricht immer wieder zur Sprache. Derzeit behandeln wir das Thema Biodiversität. Zudem haben wir uns mit dem Obstbau beschäftigt.
Welches sind Ihre Lieblingsorte im Kanton Thurgau?
Ich bin extrem gerne am Bodensee. Besonders gut gefällt mir die Aufschütte in Arbon. Hier trifft man sich, die Stimmung ist locker, es gibt auch eine Hundewiese.
Zum Schluss: Welches ist Ihre liebste Apfelsorte?
Mein Lieblingsapfel ist der Braeburn. Mittlerweile habe ich zudem die neue Sorte Bloss kennen und schätzen gelernt – ein feiner, frischer Apfel.