In der Remise von Landwirt Marcel Aschwanden aus Hirzel ZH steht seit einigen Jahren ein Doppelmessermähwerk der Firma BB-Umweltechnik. Der Vertrieb der dieselsparenden Maschine läuft in der Schweiz über die Sepp Knüsel AG in Küssnacht am Rigi SZ und Ibach SZ. Der Vertreiber wirbt im Katalog mit einer leichten, futterschonenden Maschine, die mit einem geringen Energieaufwand überzeugen soll.

Der Landwirt nickt bestätigend – er würde nie mehr zurück, wie er sagt. Er ist überzeugt von der Technik, die durchaus umwelttechnische Vorteile habe, so Aschwanden. Unter anderem seien das Wiederaufwuchsverhalten und das Schnittbild sowie die Futterablage im Vergleich zum Rotationsmähwerk besser, das Futter sauberer und die Mähtechnik für Amphibien und Insekten schonender. Grosse Pluspunkte seien schliesslich der reduzierte Kraftbedarf und der Druck auf den Boden.

8,5 m breit mähen

So wendet der Landwirt über 60 % weniger Diesel pro Hektare auf, wie er vorrechnet. Einen Aufbereiter setzt er seit der Anschaffung der Maschine nicht mehr ein. Dies sei auch nicht nötig, sagt er. Das Doppelmessermähwerk mäht auf einer Breite von 8,5 Metern. Dafür ist laut Katalog eine Leistung von 22 PS notwendig. Zur Verfügung stehen Front- sowie Hecklösungen. Marcel Aschwanden setzt auf seinem Betrieb auf den Frontschmetterling.

Weitere Eckpunkte sind:

  • Definierte Schneidwerksaushebung der Seitenmähwerke mit jeweils zwei Hydraulikzylindern.
  • Einstellbare Druckbegrenzungsventile schützen die Schneidwerke bei Überlast.
  • Mit Gleitkufen (Schnitthöhen von 4 bis 20 cm frei wählbar)
  • Mähwerksteuerung mit Bedienbox. Dabei sind die Schneidwerke einzeln anheb- und absenkbar und auch einzeln ein- und ausschaltbar.
  • Mit integriertem Drehzahlmesser zur Überwachung der optimalen Messergeschwindigkeit.
  • Integrierter Betriebsstundenzähler.
  • Antrieb mit eigener Ölversorgung, d. h., über Frontzapfwelle 1 000 U/min (Drehrichtung der Zapfwelle: in Fahrtrichtung gesehen im Uhrzeigersinn); Betriebsdrehzahl der Zapfwelle beim Mähen: ca. 700 U/min.
  • Schneidwerksbreiten von 6,50 bis 9,5 m sind möglich.
  • Einseitige Schmetterlingsmähwerke als Rechts- oder Linksausleger mit Breiten von 5 bis 6 Metern sind mit einem dritten Schneidwerk aufrüstbar.
  • Übersichtliches Mähen

Die Liste der Vorteile des Doppelmessermähwerks ist also lang – und sie geht noch weiter. Auch Anwender Marcel Aschwanden ist überzeugt von der Übersichtlichkeit der Maschine: Weil die gesamte Maschine im Blickfeld des Fahrers liegt, sei das Bedienen des Frontschmetterlings sehr übersichtlich, so Aschwanden. Hindernisse werden problemlos erkannt. Der Hersteller schreibt, die Arbeitsbreite werde voll ausgenutzt durch die im Blickfeld liegenden Schneidwerke. So würde auch weniger unnötiger Überschnitt erzeugt.

Freie Sicht nach vorne

Die Schwadtrommeln sind in Klein (50 cm) oder Gross (70 cm Durchmesser) erhältlich. Bei breiten Trägerfahrzeugen, wie z. B. mit Zwillingsbereifung, ist kein Überfahren von stehendem Futter nötig und in der Transportstellung ist die Sicht nach vorn frei. Des Weiteren benötigt die Maschine wenig Platz beim Vorgewende. Das Gewicht des Mähwerks ist relativ niedrig (bei einer Mähbreite von 8,5 m weist der Frontschmetterling etwa ein Gewicht von 850 kg auf) und der Leistungsbedarf gering, was für kleinere Trägerfahrzeuge interessant ist. Die Vorrichtung ist für Trägerfahrzeuge mit Rückfahreinrichtung auch im Heckanbau möglich. Dadurch ist die Maschine als Mehrzweckmaschine verwendbar, beispielsweise zur mechanischen Unkrautbekämpfung.

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