Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und Bio Suisse organisieren alle zwei Jahre mit Coop als Hauptsponsor einen zweitägigen Bioackerbautag. 2026 ist es wieder so weit. Der diesjährige Bioackerbautag findet auf der Staatsdomäne St. Katharinental in Diessenhofen TG statt. Das Motto lautet «ERDEnklich gut». Bei vielen Feldposten und in den Fachreferaten wird es um die Bodenfruchtbarkeit gehen.

Die rund 100 ha-Staatsdomäne St. Katharinental wird von der Familie Urban und Nadine Dörig-Bourquin bewirtschaftet. Für Unterstützung vor Ort ist gesorgt. So sind denn auch das Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg und Bio Ostschweiz mit im Boot. Das Organisationskomitee präsidieren zudem Käthi und Daniel Vetterli aus Rheinklingen TG – auch keine Unbekannten in der Bioszene. Im Interview geben Vetterlis einen Ausblick auf das Grossereignis. Das Ehepaar funktioniert als Team, und es ist auch nicht das erste Mal, dass sie Anlässe gemeinsam organisieren.

Weshalb hat sich der Thurgau für die Austragung beworben? Waren Sie in die Entscheidung involviert?

Daniel Vetterli: Vor zwei Jahren wurden wir vom FiBL angefragt, ob wir uns eine Durchführung im Thurgau vorstellen könnten. Wir haben den letzten Anlass im Juni 2024 im Waadtland besucht und einen Eindruck erhalten von der Vision und Dimension des Anlasses. Das hat uns motiviert, die Bioackerbautage 2026 in den Thurgau zu holen.

Warum fiel die Standortwahl auf St. Katharinental?

Daniel Vetterli: Die Staatsdomäne mit der innovativen Familie Dörig hat eine Ausstrahlung über den Thurgau hinaus. Die Infrastruktur ist beeindruckend und ideal, sowohl für die Feldversuche als auch für die Bewirtung der Gäste. Die wunderschöne Lage am Rhein und die eigene Bahnhaltestelle direkt vor der Haustür sind das Tüpfelchen auf dem i.

Was hat Sie dazu bewogen, das OK-Präsidium zu übernehmen?

Daniel Vetterli: Grosse Projekte stemmt man mit Freunden. Urban Dörig trat mit dem Anliegen an mich heran, dass ich für den Anlass Verantwortung übernehme. Dasselbe tat ich anschliessend mit meiner Frau Käthi.

Käthi Vetterli: Wir funktionieren gut als Team und organisieren Anlässe und Projekte gerne gemeinsam. Ein Projekt in diesen Dimensionen würde mich sowieso auch betreffen, OK hin oder her.

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Wie regeln Sie beide die Zuständigkeiten im Team?

Daniel Vetterli: Ich leite die Sitzungen und bin verantwortlich für die Vernetzung des Anlasses in der Region. Erstmals führen wir deshalb am Freitagabend einen Anlass mit geladenen Gästen aus der Politik, mit Sponsoren des Verbands Thurgauer Landwirtschaft und Vertretern der Bioszene durch.

Käthi Vetterli: Mein Verantwortungsbereich umfasst die Verpflegung unserer Gäste und Helfer(innen).

Der Anlass findet im Juni statt. Welche Vorbereitungsarbeiten sind jetzt bereits im Gang?

Daniel Vetterli: Die Feldversuche wurden bereits minutiös geplant und sind zum Teil schon ausgesät. Im Bereich Sponsoren, Aussteller, Maschinendemos, Referate, Infrastruktur etc. laufen die Anfragen auf Hochtouren.

Käthi Vetterli: Die Vorgabe, verständlicherweise ausschliesslich Biolebensmittel anzubieten, ist bei dieser Grössenordnung eine Herausforderung und fordert ab und zu ein zusätzliches Telefonat.

Auf welche Highlights dürfen wir uns freuen?

Daniel Vetterli: Das Podium am Freitagabend mit Philipp Wyss, CEO von Coop, Regierungsrat Walter Schönholzer und Bio-Suisse-Präsident Urs Brändli verspricht, ein Höhepunkt zu werden. Ein Highlight wird nebst vielen interessanten Versuchen die mechanische Unkrautbekämpfung sein. Wir werden topaktuell «In Row», Laser- und Zupftechnik vor Ort zeigen.

Käthi Vetterli: Die Besucher(innen) sind zu Gast im Thurgau. Ein Stück Zopf von den Thurgauer Landfrauen zum Begrüssungskafi, knackige Thurgauer Äpfel oder die typischen Öpfelchüechli werden sicher nicht fehlen. 

Warum sollen auch konventionelle Landwirte und Landwirtinnen den Anlass besuchen?

Daniel Vetterli: Die Reduktion von chemisch-synthetischen Pestiziden im Ackerbau beschäftigt uns Bauern sehr. Der Anlass ist ideal für alle, die sich mit zukünftigen Lösungsansätzen auseinandersetzen wollen. Da spielt Bio oder nicht Bio keine Rolle.

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