In Hausgärten werden mit grosser Freude Obstbäume, Beerensträucher und andere Nutzpflanzen gehegt und gepflegt. Anschliessend werden die Früchte geerntet. Was den Bedarf für den Frischkonsum übersteigt, wird gerne für den Winter eingelagert oder konserviert. Für beide Verfahren hat die Qualität des Verarbeitungsobstes den grössten Einfluss auf die Qualität des Endproduktes. In der bäuerlichen Obstverarbeitung wird viel Arbeitszeit und Energie investiert in die Herstellung verschiedener Produkte wie Süssmost, Trockenfrüchte, Destillate, Liköre, Konfitüren und andere Spezialitäten. Traditionelle Konservierungsmethoden, Produkte mit einer engen Bindung an die Region oder gar an den Produktionsbetrieb, geniessen bei qualitätsbewussten Konsumenten eine hohe Akzeptanz.

Auf die Qualität achten

Früchte in angefaultem, verschmutztem oder überreifem Zustand sind von der Verarbeitung auszuschliessen. Wer Lebensmittel für Dritte produziert, unterliegt einer gesetzlichen Pflicht zur Durchführung einer betriebsbezogenen Selbstkontrolle und hat die Gefahrenanalyse zu beachten. Vieles, was unser Körper an Nährstoffen braucht, steckt in Obst und Beeren drin. Längst gibt es nicht mehr nur den traditionellen Pausenapfel. Ökologische Erzeuger und Verarbeiter liefern heute für Privat- und Grossverbraucher neben frischem Obst und Beeren auch verarbeitete Lebensmittel. Babynahrung, Tiefkühlerzeugnisse, Säfte, Cremen, Desserts und eingelegte Obstspezialitäten sind nur eine Auswahl aus der umfangreichen Produktpalette. Heute werden mit schonenden Trocknungsverfahren, ohne Zusatz von Konservierungsmitteln, mit einem beachtlichen Zeit- und Energieaufwand Früchte getrocknet. Diese Produkte liegen im Trend. Neben Äpfeln und Birnen werden oftmals auch Zwetschgen, Kirschen, alle Arten von Beeren und Nüsse getrocknet. Aus Birnen wird vereinzelt wieder Birnel (eingedickter Birnsaft) hergestellt.

Destillate-Herstellung

Die Herstellung von Destillaten ist eine aufwendige und kostenintensive Verarbeitungsmethode. Die vollreifen, sauberen Früchte sollen zügig mit Reinzuchthefe vergoren werden. Vergorene Maischen sind sogleich nach Abschluss der Gärung vom Brenner zu destillieren.