Die Rassen entwickeln sich weiter, so auch bei den Simmentalern. So gibt das Zuchtziel die Richtung vor, in welche sich die Rasse in den kommenden Jahren entwickeln soll. «Und das soll jetzt bei den Simmentalern angepasst werden», sagt Samuel Schmid, Präsident der Rassekommission. Die neuen Zielwerte für die Milchleistung (Talgebiet) sollen dabei um +500 kg gesteigert werden. Das heisst:

1. Laktation 6000 kg Milch

2. Laktation 7000 kg Milch

3. Laktation 8000 kg Milch

Auch für den Fettgehalt ist ein neuer Zielwert festgelegt. Neu liegt er bei 4,2% (+020 %).  Dabei wird das Kappa-Kasein BB angestrebt. Bei der Zellzahl liegt das Ziel bei 70 000. «Im Exterieur wollen wir bei den Simmentaler mehr Breite, mehr Gewicht und ein höheres Leistungspotential», sagt Samuel Schmid. So werde man bei der linearen Beschreibung das Schema überdenken. Denn im Merkmal Knochenbau gebe es Handlungsbedarf: «Wenn eine Kuh viel Fleisch hat, was wir uns bei der Zweinutzungskuh auch wünschen, hat diese automatisch auch ein gröberes Fundament», begründet Schmid.

Auch der Iset (Gesamtzuchtwert) soll für die Simmentalerrasse angepasst werden. Die Persistenz, die Mastitisresistenz oder auch die Fruchtbarkeitskennzahlen sollen bei der Iset-Berechnung stärker gewichtet werden. Nichts zu rütteln gebe es aber bei der Melkbarkeitsprüfung: «Die Rassenkommission Simmental wie auch beim Swiss Fleckvieh bekräftigen die Wichtigkeit der Melkbarkeitsprüfung für ihre Zuchtprogramme», hält Schmid fest. Doch auch bei der Melkbarkeit gebe es eine Überarbeitung des Reglements. So werde es eine Korrektur des Milchflusses nur noch bei den Erstlingskühen in den ersten 90 Laktationstagen geben. Auch werden alle Simmentaler-Betriebe mit regelmässiger Melkbarkeit automatisch angemeldet, damit die Sicherstellung, dass keine Betriebe vergessen werden, gewährleistet sei.