2019 gab erst mal schlechte Nachrichten für den Schweizer Schweinemarkt. Coop kündigte die Reduktion der Abnahme von Coop-Naturaplan-Schweinen um einen Drittel auf noch 220 000 per 2020 an. Im Sommer fanden nicht alle Bioschweine einen Abnehmer im Biokanal.
Gute Produzentenpreise
Die Nachfrage nach Schweinefleisch war jedoch ab Jahresbeginn gut und der QM-Schweinepreis kletterte bis Ende März auf Fr. 4.50 je Kilo Schlachtgewicht (SG) und dort blieb er bis Anfang August. Nach einem Einbruch kletterte der Preis Anfang November wieder auf Fr. 4.40, wo er bis zum Jahresende verharrte. Im Rückblick kann das Jahr 2019 als gutes Schweinejahr bezeichnet werden.
Schweinepreis: Der Preis für QM-Schweine lag im Durchschnitt bei Fr. 4.34 je Kilo SG ab Hof, so hoch lag der Jahresdurchschnitt beim Schweinepreis schon lange nicht mehr.
Jagerpreis: Der Preis für 20-Kilo-Jager ab Stall lag im Schnitt bei Fr. 7.50 je kg lebend, auch dieser Preis bedeutet ein gutes Jahr für die Schweinezüchter.
Menge: Die höheren Preise wurden dank einer Schweinefleisch-Mengenreduktion von fünf Prozent möglich. Von Februar bis Mai bewilligte das Bundesamt für Landwirtschaft den Import von 1500 Tonnen Schweinefleisch in Hälften zum Vorzugszoll. In den Vorjahren gab es keine Importe zum Vorzugszoll.
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Der Schweinemarkt bewegt sich in Zyklen. 2014 hatten die Schweinehalter letztmals gute Preise. Es folgten vier Jahre mit tiefen Preisen. 2019 gelang die Wende, weil das Angebot um 5% sank. (Grafik Agristat)
Gute Aussichten für 2020
Die Aussichten für das Jahr 2020 sind intakt, denn der Inlandanteil beim Schweinefleisch beträgt aktuell 93 Prozent. Nicht so erfreulich ist der um zwei Prozent sinkende Konsum, das zwingt die Schweinehalter, die Produktionsmenge entsprechend zu senken. Der Mangel an fachlich gut ausgebildeten Arbeitskräften, die verlangte Ammoniak-Reduktion bei Um- und Neubauten und die drohende Seuche Afrikanische Schweinepest (ASP) machen den Schweinehaltern sorgen.