Die Schadensbilanz bis Ende September 2025 fällt erfreulich aus. Zwar führten einige kräftige Gewitter lokal zu Hagelschäden, doch blieben grössere Naturereignisse aus. Stellenweise kam es zu Trockenheitsschäden, diese waren jedoch deutlich weniger ausgeprägt als im Jahr 2022. Die hohen Temperaturen im Juni verursachten Hitzeschäden bei Drescherbsen, und wechselhafte Erntebedingungen Anfang Juli führten vereinzelt zu Auswuchs im Brotgetreide.
Ernte weitgehend ohne gravierende Einbussen
Insgesamt konnten die landwirtschaftlichen Betriebe ihre Ernte weitgehend ohne gravierende Einbussen abschliessen. Entschädigungen konzentrierten sich vor allem auf Acker- und Gemüsekulturen, gefolgt vom Weinbau. Für viele Betriebe bedeutete dies eine willkommene Entlastung nach mehreren schwierigen Jahren mit überdurchschnittlichen Ereignissen.
MKS-Deckung wird seit August wieder angeboten
Zu Jahresbeginn sorgte die Maul- und Klauenseuche (MSK) in Osteuropa für Besorgnis. Dank konsequenter Gegenmassnahmen in Ungarn und der Slowakei stabilisierte sich die Lage im Frühjahr. Seit dem 1. August 2025 bietet die Schweizer Hagel die MSK-Deckung für Neuabschlüsse ab Januar 2025 wieder an – ein wichtiges Signal für Sicherheit im Nutztierbereich.
Positive Auswirkung der eingeführten Prämienverbilligung
Positiv wirkte sich die vom Bund eingeführte Prämienverbilligung für Frost- und Trockenheitsrisiken aus. Sie führte zu einer spürbaren Zunahme der Versicherungsbereitschaft. [IMG 2]
Dank automatischer Integration und klarer Kommunikation verlief die technische Umsetzung für die Versicherten ohne Mehraufwand, erforderte jedoch seitens Schweizer Hagel zusätzlichen Einsatz. Schulungen der Agentinnen und Agenten sorgten für Einheitlichkeit und Transparenz in der Beratung.
Optimiert werden kann trotzdem noch
Trotz dieser Erfolge besteht natürlich Optimierungsbedarf. Vor allem IT-Abläufe und Skalierbarkeit sollen weiter verbessert werden, um künftige Erweiterungen effizient abzuwickeln. Auch die administrative Abstimmung zwischen Bund, Versicherern und Landwirtschaftsbetrieben kann noch vereinfacht werden, um die Fördermassnahmen dauerhaft wirksam zu gestalten.
Moderate Schäden und stabile Entwicklung
Insgesamt zeigt sich ein positives Gesamtbild: 2025 war ein Jahr moderater Schäden und stabiler Entwicklung. Die neuen Förderinstrumente greifen und das Vertrauen der Landwirtschaft in die Versicherungslösungen bleibt eine zentrale Grundlage für die weitere Entwicklung.